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Wie überquert man den Ärmelkanal nach England am Besten?

Der Ärmelkanal trennt schon seit eh und je das Europäische Festland mit England. Schon sehr früh gab es Schiffsverbindungen auf der rund 34 Kilometer langen Strecke und im Jahr 1994, vor 20 Jahren, wurde der Eurotunnel, in dem seither mehrmals täglich Züge pendeln, dann endlich eröffnet. Was für Möglichkeiten gibt es aber alles um den Ärmelkanal zu überqueren? Und von wo startet welche Verbindung?

Den Ärmelkanal mit dem Schiff überqueren

Sehr Schick ist es natürlich den Ärmelkanal mit einer großen Fähre zu passieren. Dies denken sich natürlich viele Menschen, und Firmen um ihre Güter zu transportieren, und so schippern täglich zwischen 400 und 500 Schiffe und Fähren zwischen Frankreich und den Niederlanden nach England. PKW’s, Busse und ach LKW’s können auf die verschiedenen Etagen der riesigen Fähren fahren und dann geht es in kürzester Zeit hinüber ans andere Ufer. Natürlich können diese mehreren hundert Schiffe täglich nicht nur von einem einzigen Hafen abfahren, und so gibt es auch für den Personentransport mehrere Häfen, die auch an verschiedenen Häfen auf der anderen Seite wieder andocken. So gibt es zum Beispiel die klassische Verbindung von Calais nach Dover. Diese habe ich vor etwa 7 Jahren selbst benutzt als ich mit einer Busgruppe auf dem Weg nach Südengland war. Die Dimensionen solch eines Schiffes vor Ort sind wirklich mehr als GIGANTISCH und auch die verschiedenen Stockwerke innerhalb des schiff-eigenen “Parkhauses” sind mehr als GIGANTISCH. LKWs auf mehreren Etagen, das ist wirklich verrückt.. Während der Überfahrt kann man sich es sich in einem Restaurant gut gehen lassen, außen und oben auf Deck den Wind um das Gesicht wehen lassen oder, speziell auf der Rückfahrt, seine letzten Pfund loswerden.

Man kann aber auch von anderen Städten nach Dover, wie zum Beispiel auch von Dünkirchen (Dunkerque) aus. Die Stadt, die besonders durch die Schlacht von Dünkirchen bekannt ist, verbindet das Französische Festland ebenfalls mit Dover und die Überfahrt dauert auch kurzweilige 2 Stunden. Die Abfahrtszeiten sind, zumindest unter der Woche, 2-stündlich rund um die Uhr, beginnend um 2 Uhr früh morgens bis 23:59 Uhr in der Nacht.

Natürlich unterscheiden sich die Preise für einen Transport auch zu welcher Zeit man eine Fähre für die Überfahrt benutzen möchte. Verständlicherweise sind die Preise zu den Haupt-Verkehrszeiten am teuersten, so empfiehlt es sich eine Nachtüberfahrt zwischen 23:59 Uhr und 6 Uhr morgens zu wählen. Auch generell die Fahrzeiten antizyklisch zu wählen wird empfohlen, also von Dünkirchen am Morgen und die Fahrt von Dover zurück am Nachmittag. Man kann die Tickets für die Überfahrt zwar bereits längerfristig im Voraus buchen, Last-Minute-Tickets sind teils aber auch sehr günstig. Auch gibt es spezielle Angebote für Kurz-Trips, dazu kann man sich am Besten auf der Internetseite des Fähranbieters oder direkt vor Ort informieren.

Möchte man allerdings nicht direkt weiter nach London sondern das malerische Südengland besuchen kann man auch eine Fähre direkt dorthin wählen. So werden auch Verbindungen zwischen dem französischen Le Havre nach Portsmouth und dem englischen Newhaven nach Dieppe.

Den Ärmelkanal mit dem Zug durchqueren

Dann gibt es natürlich auch die Möglichkeit den Ärmelkanal mit dem Auto, und dem Zug zu durchqueren. Die vielleicht bekannteste Möglichkeit den Eurotunnel zu durchqueren ist die Fahrt mit dem Eurostar. Er startet in London am Bahnhof St. Pancras und fährt entweder bis zum Gare du Nord in Paris oder nach Brüssel zum Midi/Zuid Bahnhof. Haltestationen gibt es in Ebbsfleet, Ashford, Calais-Fréthun und in Lille. Hier werden aber nur Personen transportiert.
Mit dem Eurotunnel Shuttle (“Le Shuttle” wie die Franzosen sagen) können auch Autos, Busse und Motorräder zwischen Coquelles nahe Calais nach Folkestone transportiert werden. Der Eurotunnel Shuttle fährt mit ein- oder zweistöckigen Waggons, die während der Fahrt verschlossen sind, dauert zwar nur 35 Minuten, inklusive der Be- und Entladung dauert die Überfahrt rund 90 Minuten.
Für Gütertransporte und Lastwagen gibt es dann noch die „Freight shuttle trains“.

Ab Ende 2016 sollen, wie in der Vergangenheit in den diversen Medien berichtet, auch die ICE 3 der DB Fernverkehr den Eurotunnel passieren und die Deutsche Bahn rechnet mit rund einer Million Reisenden pro Jahr.

Foto: DFDS Seaways



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1 Antwort

  1. sebastian M. sagt:

    Perfekt, danke!

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