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Das erste Mal: Pilates Kurs für Anfänger (und unsportliche)

Ich gebe es ja offen zu: Ich bin unsportlich! In der Schule und später auch in der Berufsschule war ich immer auf der Suche nach neuen Wegen wie ich den nervigen Sportunterricht doch noch umgehen kann. Wir Frauen können ja wenigstens einmal im Monat “so dolle Schmerzen” vortäuschen um dann entweder in einer Ecke der Sporthalle liegend, oder gleich ausserhalb, den Sportunterricht anderweitig genießen. Sport liegt mir einfach nicht, noch nie, und auch diese “Das fühlt sich so gut an” manch sportlicher Menschen verstand ich bisher nie. Sport, nie im Leben!

Aber so wird man Älter, an dieser und jenen Stelle machen sich Dinge in einem bemerkbar die man bisher noch gar nicht kannte und so kam ich auf die lustige Idee Sport zu treiben. Ha! Aber Sport, da gibt es ja so viel … Joggen fällt für mich aus da ich in der Stadt wohne und auch die Eingänge mehrerer großer Firmen in meiner Umgebung liegen. Außer ich möchte jeden morgen keuchend und schwitzend an hunderten Anzugträgern vorbeischlappen. Aber Nein, das möchte ich bestimmt nicht. Also, neuer Sport gesucht. Ins Fitness-Studio gehen ja eh nur die, die bereits total fit und schlank sind um in kurzen Shirts ihre Bauch- und/oder Armmuskeln zu präsentieren. Oder den Knack-Po in viel zu knappen Hipster-Sporthöschen. Also fällt das auch aus. Durch die Empfehlung einer Bekannten wurde ich auf einen Pilates Kurs aufmerksam, den sie selbst auch besucht, und ich ihn probeweise auch einmal besuchen könnte. Na gut, probiere ich es mal!

Einzig wusste ich dass Pilates ähnlich wie Yoga sei. Und da sitzt man ja auf einer netten Matte und geht in sein Inneres, und es nennt sich Sport. Perfekt, nehme ich! Ohne weitere Recherchen war es vergangene Woche dann so weit und um kurz vor 9 stand ich mit 6 weiteren Frauen in einer Sporthalle. Deutliche 40 Jahre jünger, aber was soll’s. Es wurden dünne Sportmatten ausgebreitet, die ich noch aus dem Schulunterricht kannte, und mein eigenes “MINI”-Handtuch machte die Situation noch etwas angenehmer. Die Trainerin begrüßte und zu dem Pilates-Zirkel-Training und schon ging es los. Stopp, Zirkel? Von Zirkeltraining? Oh je … Da werden schlimme Erinnerungen wach.

Es ging mit entspannten Atemübungen los, aber bereits jetzt fingen meine Arme vom langen “in die Luft haben” an weh zu tun. Nach vier Minuten von 60. Juhe! Nach einigen Übungen auf teils nur einem Fuß und dehnen und strecken und aushalten ging es Rückenschonend erst in die Hocke und dann auch noch auf den Rücken, auf die Seite und natürlich wendete ich wieder meinen aus der Schule bekannten trick an: nicht mitmachen wenn die Lehrerin gerade nicht schaut. Die Übungen sind teils doch sehr intensiv und auf dem Rücken liegend mit angehobenen Beinen im 90 Grad Winkel noch einen “Pilates-Ring” zusammendrücken, das war auch für mich als jüngste im Kurs zu viel. Und dann, dann gab es nochmals einige Atemübungen, ähnlich wie zu Beginn, und dann war ich auch schon erlöst, endlich ist die Stunde Pilateskurs um!

Fühlte ich mich direkt danach noch eher einfach fertig fühlte ich mich so eine halbe Stunde echt gut. Aber wirklich gut! Dies muss wohl dieser tolle Moment nach dem Sport treiben sein. Und meine Schmerzen hier und da, vor allem im Rücken, waren fast wie weggezaubert und ich fühlte mich einfach richtig gut. Ob Pilates allerdings eine sehr gute Methode ist abzunehmen kann ich nicht direkt sagen, natürlich hilft eine gesunde und bewusste Ernährung auch beim abnehmen. Eine Kombination aus Beidem würde ich wohl empfehlen und versuche ich in Zukunft auch umzusetzen.

Aber nun noch einige Worte zu Pilates und dem Zirkeltraining, da ich mich nun im Nachhinein noch etwas Schlau gemacht habe.

Was ist Pilates?

Pilates wurde, auch zu meiner Überraschung, von einem deutschen sozusagen entwickelt. Der 1883 geborene Joseph Hubert Pilates war Turner, Taucher, Bodybuilder und Zirkusartist und im Laufe seiner Schaffensjahre entwickelte er eine Methode des ganzheitlichen Körpertrainings.
Pilates basiert auf verschiedenen Prinzipien, daunter die Kontrolle, die Konzentration, die richtige und bewusste Atmung, die Zentrierung auf die Stärkung der eigenen Körpermitte sowie die Aktivierung des “Powerhouse”, ein muskuläres Netzwerk in unserer Körpermitte das auch für die Stabilität unseres Körpers und unserer Haltung verantwortlich ist. Natürlich gehört auch die Entspannung wie fließende Bewegungen zu den Prinzipien des Pilates. Weitere Details dazu gibt es aber bei Wikipedia zu lesen.

Was ist Zirkeltraining?

Zirkeltraining oder ein kurzer Moment der Hölle, in meiner Empfindung. Als Zirkeltraining (auch Circuit-Training, Circle-Training oder Kreistraining, kurz CT) bezeichnet man eine spezielle Methode des Konditionstrainings, bei der verschiedene Stationen nacheinander absolviert werden müssen. Zirkeltraining schult je nach Ausführungsmodalität schwerpunktmäßig die Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit oder Schnelligkeit. Die Übungen werden im Allgemeinen so angelegt, dass bei aufeinander folgenden Übungen unterschiedliche Muskelgruppen belastet werden, sodass die jeweils unbelasteten Muskeln sich während der Übungen für andere Körperregionen leicht regenerieren können.

Kann ich Pilates weiterempfehlen?

Ja, ich kann Pilates weiterempfehlen. Da es ein eher “langsamer” Sport ist ist er auch für Menschen ohne große Kondition geeignet und wenn man weiß wie es geht kann man es auch selbst zu jederzeit und an jedem Ort ausführen. Außer einer weichen Matte benötigt man eigentlich auch kein weiteres Zubehör, außer als Fortgeschrittener, und der ganze Körper wird bei dem Training angesprochen und angeregt. Von den Händen bis hin zur Zehenspitze, der ganze Körper wurde gedehnt und der Muskelaufbau unterstützt.



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1 Antwort

  1. catwoman sagt:

    Nice! 😉

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