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Threewheeler bei der Fahrerparade in Le Mans 2014

Nach den Supersportwagen, und noch vor den Fahrern mit der eigentlichen Fahrerparade, durfte eine weitere Klasse Autos an der Grande Parade des Pilotes teilnehmen, eine Gruppe von rund einem Dutzend Threewheeler, also Fahrzeuge/Autos mit nur drei Rädern.

Die Konstruktion von Fahrzeugen mit nur drei Rädern hatte damals in den 1920er Jahren, ja, so alt sind diese Fahrzeuge bereits, nicht hauptsächlich den Hintergrund eine besondere Fahrzeugform zu konstruieren, denn auch bereits damals gab es verschiedene Besteuerungssätze für Fahrzeuge. Und da die Threewheeler offensichtlich nur drei Räder hatten und auch nur einen 2-Zylinder Motor, fielen sie unter die Besteuerung für Motorräder und kosteten dadurch deutlich weniger als ein vergleichbares 4-rädriges Auto.

Der wohl bekannteste 3 Wheeler ist der Morgan Threewheeler. Im Jahre 1909 gründete Harry Frederick Stanley Morgan in Malvern Link, einem Stadtteil von Malvern in der Grafschaft Worcestershire, West Midlands, die Firma Morgan Motor, die noch bis heute in privater Hand durch seinen Enkel geführt wird. Das erste Modell wurde durch das Hinterrad angetrieben und die zwei gelenkten Räder vorne bestimmten die Richtung, nur 178 kg war das erste Modell leicht. Nach einem anfänglichen Zweisitzer wurden später auch Viersitzer oder gar Lieferwagen mit Kastenaufbau hergestellt. Natürlich gab es auch Sport- und Rennversionen, zum Beispiel erreichte einer im Jahr 1928 die Höchstgeschwindigkeit von 180 m/h auf der Brooklands-Rennstrecke. Diese Geschwindigkeit muss man sich einmal vorstellen, in solch einem kleinen Auto!

Es gab aber nicht nur dreirädrige Autos von Morgen, wie hier in den Bildern und dem Video zu sehen ist, auch BSA Cars stellte 1929 ihren ersten Threewheeler vor und von der Marke Sanford gab es ebenfalls dreirädrige Autos. Mister Stuart Sanford arbeitete ab Anfang der 1920er nahe Paris und verkaufte dort Morgen 3 Wheeler. Er merkte aber schnell dass die Menschen etwas stärkere Motoren verlangten, und so beschloss er selbst eigene dreirädrige Fahrzeuge unter seinem Namen Sanford zu fertigen und zu verkauften. Mit einem Team aus 12 Arbeitern fertigte er pro Monat zwei Autos die mit einem vierzylinder Motor ausgestattet waren. Direkt Vergleichbar waren seine Stanford’s mit den Morgan’s allerdings nicht, denn er verwendete einen Rahmen aus Stahl, und nicht aus Holz. Weiteres zu Stanford gibt es in diesem englischen Artikel.

Auch heute werden noch Threewheeler von Morgan Motors hergestellt, so ist das aktuelle Modell, das 2011 auf dem Genfer Automobilsalon vorgestellt wurde, dank dem verwendeten Getriebe des Mazda MX-5 das erste Modell von Morgan das über einen Rückwärtsgang verfügt. Das Unternehmen ist weltweit übrigens auch noch das einzige das bei Autos noch Aufbauten mit Rahmen aus Eschenholz fertigt. Diese Fertigungstechnik stammt noch aus dem Kutschwagenbau.

Video: Threewheeler in Le Mans bei der Fahrerparade 2014

Morgan Threewheeler Le Mans Fahrer Parade 2014

Morgan Threewheeler Le Mans Fahrer Parade 2014

Morgan Threewheeler Le Mans Fahrer Parade 2014

Morgan Threewheeler Le Mans Fahrer Parade 2014

Morgan Threewheeler Le Mans Fahrer Parade 2014

Morgan Threewheeler Le Mans Fahrer Parade 2014

Morgan Threewheeler Le Mans Fahrer Parade 2014

Morgan Threewheeler Le Mans Fahrer Parade 2014

Sanford Threewheeler Le Mans Fahrer Parade 2014

Sanford Threewheeler Le Mans Fahrer Parade 2014

Threewheeler

Threewheeler

Threewheeler Le Mans

Threewheeler Le Mans

BSA Threewheeler Le Mans Fahrer Parade 2014

BSA Threewheeler Le Mans Fahrer Parade 2014



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1 Antwort

  1. 9. Juli 2014

    […] dem Rückweg von der Fahrerparade in Le Mans am Freitag vor dem 24h Rennen, in nord-östlicher Richtung, findet man am Straßenrand nicht sehr viel, je weiter man fährt. […]

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