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Da fehlt was, auf dem Genfer Autosalon 2015

Am 1. Besuchertag der „Geneva International Motor Show“, dem Genfer Autosalon, war ich in der Süd-Schweiz um mir mit etlichen anderen Menschen die neusten Automodelle und Konzeptfahrzeuge anzuschauen. Nachdem ich die vergangenen drei Jahre jeweils während den speziellen Pressetagen, zwei Tage vor dem 1. Besuchertag, vor Ort war wollte ich mal wieder mit normalen Menschen auf die Messe und das ganze „Erlebnis Automesse“ von der regulären Besucher-Seite aus sehen. Die Pressetage sind meist lang und jeder ist so extrem angestrengt um ja als erster das beste Foto zu schießen, hier wünscht man sich gegenseitig auch einmal die Pest falls man durch einen Kollegen daran gehindert wird. Ein Kampf der Kamerabjektive. Die Wi-Fi Verbindung ist an den Besuchertagen zwar noch schlechter als an den Pressetagen, und es gibt auch keine Häppchen oder Erfrischungsgetränke, dafür bekommt man aber die direkte Reaktion der potentiellen Käuferschaft. Und man erfährt auch wie nett mancher Autohersteller wirklich ist, anhand seines Strand-Personals.

Nachdem ich mich nach Öffnung der Messe um 10 Uhr direkt über die Ruhe und Leere der Gänge der Messe erfreute, was an den Pressetagen besonders Mittags, wenn die ganzen Ehefrauen mit Kinderwagen kommen, nicht der Fall ist, fiel mir etwas essentielles doch sofort auf: Wo sind die ganzen Car Babes, die leicht bekleideten Frauen die auf und neben den Autos stolz ihre Brust raus strecken und ihr schönstes Zahnpasta-Lächeln auflegen? Während den Pressetagen finden man diese noch hier und da, immerhin, wie soll man sonst die Online-Galerien voll bekommen, aber wenn es wirklich um das direkte Verkaufen geht fehlen sie. Entweder werden die Hersteller alle etwas prüde oder man steckt das Budget lieber in andere Dinge. Aber in was, eigentlich? Auf der aktiven Suche nach Krims, Krams und tollen Werbeartikeln fiel meine Ausbeute wirklich mager aus. 4 Tüten konnte ich ergattern, dabei war einzig die von Opel mit Werbematerial gefüllt, Toyota, Renault und Citroen haben es wohl nicht nötig Papier unter die Menschen zu bringen, sowie einen Ansteck-Pin der an die gewonnene Weltmeisterschaft bei den 24h von Le Mans von Toyota im vergangenen Jahr erinnert. Kurz bevor ich die Messe verließ ging ich aber noch zu Skoda, um mir den neuen Rapid noch aus der Nähe anzuschauen. Diese Gold-Lackierung ist einfach zu schön. Dabei fielen mir Menschen mit Karten auf und nach einer kurzen Erklärung einer Hostess gehörte ich auch zum illustren Club um den Stand zu erkunden. Gar nicht doof von den Damen und Herren bei Skoda: An sechs Punkten auf dem Stand konnte ich ein Medaillon, oder Manschettenknöpfe, customizen, mich über aktuelle Modelle informieren, mir selbst eines im Konfigurator zusammenstellen oder digitale Spiele spielen. Nachdem ich alle Stempel gesammelt habe, was nicht länger als eine viertel Stunde dauerte, konnte ich zwischen gut einem Dutzend Skoda-Merchandise-Artikeln wählen. Meine Wahl fiel dabei auf eine graue Reisetasche mit grünen Applikationen. Eine wirklich robust wirkende Tasche, und das nur dass ich auf dem Skoda Stand war, auf dem es in der Mitte übrigens auch Stationen zum Handys laden gibt. Und bei anderen Automobilherstellern bekommt man nicht einmal einen Kugelschreiber oder Aufkleber.
Was ich aber immer noch vermisste war Papiermaterial. Überall bot man an mir Unterlagen per Post oder E-Mail zuzuschicken, kaum ein Hersteller hatte überhaupt etwas schriftliches zu seinen Modellen parat. Es ist ja schön wenn diese bereits in dem „Digitalen Zeitalter“ angekommen sind aber so ganz und gar nicht? Selbst ich hätte gerne von manchen Modellen etwas mitgenommen, wer blättert nicht gerne durch Heftchen voll mit bunten Bildern? Immerhin war die Tüte von Opel mit Material über ihren neuen Manne im Hause, den Opel Karl, gefüllt. Muss ich wohl einzig mit diesem vorlieb halten.

Ansonsten war die angebotene Verpflegung vor Ort bekannt überteuert 6 CHF/Euro für eine Portion Pommes oder einen Kaffee. Der Genfer Autosalon 2015 hat noch bis zum 15.März geöffnet und ein Tagesticket für einen Erwachsenen kostet 16 CHF. Am bequemsten ist die Anreise mit der Bahn (oder dem Flugzeug), ansonsten muss man morgens und abends nach Messeschluss mit ordentlichen Stau’s rechnen.

Ein separater Artikel zum Volkswagen Sport Coupe Concept GTE folgt. Bereits veröffentlicht ist die Bildergalerie des 1. Besuchertages des Genfer Autosalon 2015, aus der die nachfolgenden Bilder stammen.




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5 Antworten

  1. Nee Nee sagt:

    das ist aber schade ! (:

  1. 7. März 2015

    […] Da fehlt was, auf dem Genfer Autosalon 2015 […]

  2. 9. März 2015

    […] Genfer Autosalon hat noch bis zum 15. März 2015 […]

  3. 13. März 2015

    […] Da fehlt was, auf dem Genfer Autosalon 2015 […]

  4. 11. August 2015

    […] 15. September, noch nicht zu sagen. Der Suzuki Baleno basiert aber auf dem Concept Car iK-2 welches in diesem Jahr auf dem Genfer Automobilsalon im März vorgestellt wurde. Das neue, kompakte Fließheck-Modell Baleno soll ein stylisches Design […]

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