Werbung

Probefahrt: Mercedes-Benz B-Klasse Electric Drive

Würde ich meiner Probefahrt mit der Mercedes-Benz B-Klasse Electric Drive einen Titel geben wäre es “Mercedes-Benz B-Klasse Electric Drive – Fahren auf Zeit”. Wie leider viel zu wenige Hersteller bietet Mercedes mit dem B-Klasse Electric Drive ein rein elektrisches Auto an. Das bedeutet dass das Auto über keinen Verbrennungsmotor verfügt, sondern über einen (für das Klima und irgendwann den Geldbeutel schonenden) Elektromotor. Dieser wird, natürlich, wie könnte es anders sein, durch Strom auf Leistung gebracht. Nur leider kann man sich mit dem Auto an keine dauerhafte Stromversorgung, wie beispielsweise bei elektrischen Straßenbahnen anschließen; die Reichweite ist hier also begrenzt. Die Reichweite kann allerdings nicht genau und pauschal angegeben werden da davon einige Faktoren abhängig sind. 

Faktoren die den Verbrauch von Elektroautos bestimmen

  • Fahrweise des Fahrers – wie abrupt oder gleichmäßig wird gefahren
  • Wie hoch/herunter muss die Klimaanlage heizen/kühlen (Tipp: zum heizen ist die Sitzheizung effizienter)
  • Wird Musik gehört, wird das Navi benutzt?
  • Wird ein Handy geladen oder im Kofferraum zusätzlich eine Kühlbox verwendet?
  • Wie viele Personen befinden sich in dem Elektroauto mit wir viel Gepäck?
  • Stimmt der Reifendruck der vier Räder?
  • (Da es zur Sicherheit zählt werde ich hier die Beleuchtung nicht als Entscheidungsfaktor aufzählen) 

Ja, wie viel ein Elektroauto verbracht kann man so pauschal nicht sagen, und so können teils auch die absurdesten “Ergebnisse” bei Testfahrten herauskommen. Es kommt eben immer ganz darauf an ob der Fahrer es möchte oder eben nicht. Aber auch bei mir hat sich der Fahrstil während der Probefahrt mit der Mercedes-Benz B-Klasse Electric Drive ins positive, effiziente, verbessert. 

Die Mercedes-Benz B-Klasse electric drive

Nach dem smart ED, dem elektrischen kleinen smart (den es in der neusten Generation auch bald wieder als Elektroauto geben wird), ist die B-Klasse das zweite, reine, Elektroauto aus dem Hause Daimler. Andere Hersteller sind da schon weiter, andere setzen aber auch in Zukunft stark auf Hybrid-Fahrzeuge und reine Elektroautos. Die B-Klasse von Mercedes-Benz ist durch den “Sandwich-Boden” bereits seit der Einführung der allerersten A-Klasse im letzten Jahrtausend, daraus resultiert auch die höhere Sitzposition, für die Elektrifizierung gerüstet. Die A-Klasse gab es in einer sehr kleinen Serie auch bereits elektrisch als e-cell, aber mit der B-Klasse electric drive nun so wirklich.

Die B-Klasse electric drive verfügt über eigentlich alles, das auch in der regulären B-Klasse verfügbar ist. Die Unterschiede liegen hier sehr im Detail, besonders im Cockpit, der Instrumentenanzeige hinter dem Lenkrad, und hinter dem Tankdeckel. Äußerlich ist, zumindest auf den ersten Blick, nicht zu erkennen ob es sich nun um eine reguläre B-Klasse oder eine elektrische handelt. Zum Laden entriegelt man das Auto, öffnet den Tankdeckel, den Kofferraum und hebt den Stauboden an um das Ladekabel herauszunehmen. Entweder kann man über eine reguläre Steckdose das Auto laden, dies dauert rund 6 Stunden, oder nach der Installation einer Wallbox in der heimischen Garage, für 800 € + Anbau, in nur einer Stunde über das 400V Starkstromnetz.

Beim ersten Beschleunigen eines Elektroautos spürt man sofort wie viel Kraft das Auto hat, da Elektromotoren die Kraft sofort auf die Straße abgeben können. Beschleunigt man zu oft und zu schnell senkt diese Fahrweise die Reichweite so schnell dass man die Reichweiten-anzeige im Display, leider ist diese ausschließlich im Display für den Fahrer sichtbar, nicht mehr stoppen sieht. An Fahrmodi werden in der Mercedes-Benz B-Klasse Electric Drive drei verschiedene angeboten: Eco, Eco+ und Sport. Leider, auch wenn man in Eco+ fährt, dies kurz abstellt und wieder losfährt wird es automatisch wieder in Eco gestellt. Der Vorteil an Eco+ ist dass die B-Klasse electric drive in diesem Modus nicht ganz so viel Energie verbraucht, und man so sogar mehr Reichweite schaffen kann, so länger man fährt. Aber natürlich auch so effizient man eben fährt, und hier einen Tempomat zu verwenden ist absolut nicht empfehlenswert. Lieber hat man einen sehr ruhigen Fuß, oder fährt auch einmal einige hundert Meter ganz ohne auf dem Gaspedal zu stehen, und “segelt”. Natürlich nur wenn der Verkehr das auch zulässt – oder möchte man auf einer einspurigen Landstraße der Kopf der Schlange sein? Beim Eco+ Modus sollte man aber auch aufpassen dass das Auto nicht mehr so beherzt beschleunigt, beim einfahren auf Straßen kann sich das dann im Eco+ Modus doch sehr hin ziehen, bis man dann erst einmal beschleunigt… Insgesamt bin ich an einem Tag, mit einer erst “unsparsamen”-Fahrweise, und dann im Eco+ Modus, auf rund 110 Kilometer gekommen.

Würde ich mir eine Mercedes-Benz B-Klasse electric drive kaufen? Nein, bestimmt nicht, da ich im Vergleich viel lieber andere Mobilitäten wie Bus und Bahn (oder das Fahrrad) nutze, aber um auch für eine größere Zielgruppe Autokäufer interessant zu sein sollte die B-Klasse als Hybrid angeboten werden. So kann man auf kürzeren Strecken, wie in der Stadt, rein elektrisch fahren und bei längeren Fahrten regulär mit einem Verbrennungsmotor. So kann man ohne größere Umstände doch so fahren wie bisher, aber in der Stadt, wo es auf die Gas- und Geräuschemissionen ankommt, sparsam in jeglicher Hinsicht. Würde ich mir ein Auto kaufen wäre es ein Toyota Yaris Hybrid.

Lenkrad und Cockpit des Mercedes-Benz B-Klasse Electric Drive

Lenkrad und Cockpit des Mercedes-Benz B-Klasse Electric Drive



Werbung


Das könnte Dich auch interessieren...

1 Antwort

  1. Caroline sagt:

    Autos in weiß sehen einfach gut aus! 🙂

    LG

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Seite verwendet Cookies für eine optimale Nutzungserfahrung. Wenn Sie auf dieser Seite bleiben, akzeptieren Sie den Einsatz von Cookies. Für mehr Informationen, auch dazu, wie Sie bestimmte Cookies deaktivieren können, lesen Sie bitte unsere Datenschutzbestimmungen. Andernfalls bitten wir Sie diese Internetseite zu verlassen, wenn Sie mit dem Einsatz von Cookies nicht einverstanden sind. weitere informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen